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Aktuelle Newsletterbeiträge
Die Stiftung läuft – beim 17. RUN Thüringer Unternehmenslauf
Noch ein Jahr bis zum 80-jährigen Jubiläum der Stiftung Dr. Georg Haar und die nächsten Schritte in Richtung Festjahr wurden bereits zurückgelegt. Beim RUN-Unternehmenslauf am 10.06.2026 in Erfurt ging die Stiftung mit ihrer bisher größten Mannschaft an den Start. Trotz einiger Ausfälle vertraten zehn Läuferinnen und Läufer aus verschiedenen Einrichtungen die Stiftung auf der Strecke durch die Erfurter Altstadt.
Was zunächst nach einer Verzögerung aussah, entpuppte sich schnell als Glücksfall: Dank der späteren Startzeit blieb unsere Mannschaft von der größten Regendusche des Abends größtenteils verschont, während frühere Läuferinnen und Läufer vom feuchten Nass überrascht wurden. Danach blieb das Wetter auf unserer Seite, und kein weiterer Regentropfen begleitete uns auf dem Lauf. Als kleiner Vorgeschmack auf das bevorstehende 80-jährige Jubiläum im kommenden Jahr waren unsere Jubiläumsshirts bereits im Einsatz. Diese fielen auch dem Moderationsteam an der Startlinie ins Auge, was der Stiftung unter tatkräftigem Einsatz von Kevin Wolf-Küchler, sogar ein ermutigendes Shout-out bescherte.
Mit viel Ehrgeiz, Freude und der Unterstützung zahlreicher Zuschauender ging es dann durch die Erfurter Gassen. Das Team zeigte eine starke sportliche Leistung, und im Ziel warteten Medaillen, kühle Getränke und vor allem gute Stimmung auf alle Teilnehmenden.
Ein gelungener Abend, der zeigt: Die Stiftung Dr. Georg Haar ist auch nach fast 80 Jahren noch bestens in Bewegung und das wird sich so schnell auch nicht ändern.
Großes Dankeschön an die Veranstalter*innen rund um Nadja Busse für einen rundum gelungenen Laufabend. Wir sind im nächsten Jahr gern wieder dabei!
Themenabend ,,Dinosaurier“ in der Villa Friedrich
Zu Beginn des Themenabends ,,Dinosaurier“ formte sich auf unseren Tellern ein Vulkan aus Kartoffelbrei mit Lava aus dunkler Soße, dazu Bäumchen aus Brokkoli und natürlich Dino-Nuggets. Wir saßen draußen auf der Terrasse, wo auch an thematisch passender Dekoration nicht gespart worden war. Anschließend lauschten wir einer Präsentation. Vor allem die vielen Bilder zeigten uns den einen oder anderen Dinosaurier, den wir noch nie zuvor gesehen hatten. Später vertieften wir uns in das Falten von Origami-Dinos und freuten uns über die einzigartigen Ergebnisse. Zum Ende hin schauten wir ,,Ein Land vor unserer Zeit“, was etwas richtig Nostalgisches hatte. Der Abend war super und man merkte, wie schön es ist, etwas zu teilen, für das sich jemand begeistert.

Erdbeerzeit!
Die Erdbeersaison hat begonnen und in Kromsdorf kann man seit dem 05.06.2026 endlich wieder feldfrische Erdbeeren genießen. Das haben unsere Bewohner:innen natürlich gleich genutzt. Also ging es raus aufs Feld, und in kürzester Zeit war unser Korb mit frischen Erdbeeren gefüllt. Selbstverständlich wurde die eine oder andere Erdbeere direkt auf dem Feld genascht. Das Pflücken hat allen viel Spaß gemacht. Marmelade machen wir diesmal noch nicht, dafür aber ein Kuchen und Tiramisu. Wir werden sicherlich noch öfter auf dem Erdbeerfeld in Kromsdorf zu finden sein, denn selbst gepflückte Erdbeeren schmecken einfach besonders gut.

Gemeinsame Interessen werden zu Erlebnissen
Ein gemeinsamer Sonntagsausflug führte die Bewohner:innen und Betreuer:innen der Villa Friedrich in die für die europäische Literatur- und Kulturgeschichte höchst bedeutungsvolle Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Bei einer interessanten Führung erhielten alle spannende Einblicke in die Geschichte und Bedeutung dieses besonderen Ortes. Das Staunen über die beeindruckende Atmosphäre und das historische Gebäude mit seinem Rokokosaal blieb allen noch lange in lebendiger Erinnerung.
Noch Tage später sorgen die Eindrücke für Gesprächsstoff im Alltag. Für die Bewohner:innen ist die Verbindung zur Geschichte Weimars spürbar gewachsen, wodurch sich ihr Wohnort nun noch ein Stück vertrauter und lebendiger anfühlt. Abgerundet wurde der gelungene Nachmittag mit einem Besuch in der Eisdiele.
Gemeinsame Erlebnisse werden zu Erinnerungen. Wohin uns unsere Ideen beim nächsten Mal führen werden? Wir sind selbst gespannt und werden wieder berichten.
(Die Eindrücke dieses Ausflugs wurden aus der Sicht einer Bewohnerin der Villa Friedrich festgehalten)
Vorbereitung mit Spaßfaktor in der Villa Karola
Gemeinsam mit dem pädagogischen Team haben die Kinder und Jugendlichen die Vorbereitungen für den Flohmarkt in Legefeld gestartet. Sie sichteten, sortierten und bereiteten verschiedene Gegenstände für den Verkauf vor. Dabei überlegten sie gemeinsam, welche Sachen angeboten werden können und wie der Stand besonders einladend gestaltet werden soll. Alle freuen sich schon auf einen schönen Flohmarkt mit vielen Besucherinnen und Besuchern.
Ein besonderes Highlight war der neue Rasenmäher. Doch am meisten Spaß hatten die Kinder beim Auspacken. Der große Karton war mindestens genauso spannend wie das Gerät selbst! Jetzt können die Grünflächen der Villa Karola wieder schnell und gründlich gepflegt werden. Und der Karton bleibt in bester Erinnerung.

Reinigen, pflanzen, strahlen
Mit viel Einsatz haben die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern der Villa Karola die Reinigung der Gullis übernommen, damit das Regenwasser wieder ungehindert abfließen kann und die Straße nicht mehr überflutet wird. Dabei konnten die Kinder auch ihre Neugier befriedigen und genau sehen, wie ein Gulli von innen aussieht. Ein spannender Einblick in den „unterirdischen Teil“ der Stadt.
Neben der Arbeit stand vor allem das gemeinsame Miteinander im Vordergrund: zusammen anpacken, Verantwortung übernehmen und die unmittelbaren Ergebnisse sehen. Zusätzlich wurden die Balkonkästen frisch bepflanzt, sodass die Außenbereiche nun wieder farbenfroh und einladend wirken.
Nun freut sich die Wohngruppe darauf, die sauberen Straßen und die blühenden Pflanzen an sonnigen Tagen zu genießen.




Ausflug ins Meeresaquarium
Gemeinsam haben die Klient:innen und Betreuer:innen der Villa Friedrich einen spannenden Ausflug in das Meeresaquarium Zella-Mehlis unternommen. Zwischen bunten Fischen, beeindruckenden Meeresbewohnern und ruhigen Unterwasserwelten konnten sie für einige Stunden den Alltag hinter sich lassen Der Besuch bot nicht nur viele neue Eindrücke, sondern auch Raum für Austausch, gemeinsames Staunen und kleine Momente der Entspannung. Insgesamt war es ein gelungener Ausflug, der die Villa Friedrich als Gruppe gestärkt und für eine einprägsame gemeinsame Erinnerung gesorgt hat.

Wenn Fußball verbindet: Unser Turnier 2026
Am 09.05.2026 fand im Wimaria-Stadion wieder das jährliche Fußballturnier vom Team Jugendarbeit Weimar (TJW) statt. Teilnehmen konnten Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren. Gespielt wurde in zwei Altersgruppen (U14 und Ü14) im Modus 1:5 mit einem Torwart und fünf Feldspielern.
Besonders schön ist das jedes Jahr viele Teilnehmende außerhalb der TJW-Einrichtungen den Weg zum Turnier finden. Ob aus anderen Jugendeinrichtungen, aus dem Fußballverein oder einfach aus dem Freundeskreis, das große Interesse zeigt, dass das Turnier fest etabliert ist und weiterhin begeistert.
Im Mittelpunkt standen Fairplay, Teamgeist und vor allem der Spaß am gemeinsamen Spiel. Gleichzeitig bot das Turnier Raum, sich auszuprobieren und neue Erfahrungen zu sammeln.
Es gab viele positive Rückmeldungen und die Vorfreude auf das nächste Turnier 2027 ist groß.
Mit sportlichen Gruß
Team-Jugendarbeit Weimar

Die Villa Karola bereitet sich auf den Sommer vor
Mit viel Motivation haben die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern den Garten auf Vordermann gebracht. Der Rasen wurde vertikutiert und gemäht, sodass die Grünfläche wieder gepflegt und einladend aussieht. Neben der Arbeit stand vor allem das gemeinsame Miteinander im Vordergrund: zusammen anpacken, Verantwortung übernehmen und die Ergebnisse direkt sehen.
Nun freut sich die Wohngruppe auf viele sonnige Tage im frisch hergerichteten Garten.
Ausflug ins Tierheim Stedten
Die heilpädagogisch orientierte Kinder- und Jugendwohngruppe Villa Karola hat am 09.05.2026 das Tierheim Stedten besucht und dort einige Stunden mit den Hunden verbracht. Gemeinsam wurden die Hunde ausgeführt. Für die Kinder war dies eine wertvolle Gelegenheit, den Umgang mit Tieren zu erleben und Verantwortung zu übernehmen.
Der direkte Kontakt zu den Hunden sorgte für viele schöne Momente und machte den Besuch zu einem besonderen und aufregenden Erlebnis für Kinder und Hunde.

Wohngruppentagung des Bundesverband für Essstörung
Am 05. und 06.05. nahmen die Teams der Villa Friedrich und der WG Spitzweidenweg an der Wohngruppentagung des BFE in München teil. Veranstalterin war in diesem Jahr die Einrichtung ANAD München. Unter dem Motto „Essstörungen und Komorbiditäten“ bot die zweitägige Tagung spannende Vorträge und einen produktiven Austausch.
Der Auftakt stand im Zeichen der häufigsten Begleiterkrankungen von Essstörungen: Depression und Angststörungen. Ein Experten-Duo der Schön-Klinik Roseneck gab anschließend einen fundierten Überblick zur Behandlung von Zwangsstörungen. Am zweiten Tag erwartete uns mit einer Referentin ein Highlight: Dipl.-Psychologin Christiane Schmermer, deren jahrzehntelange Berufserfahrung sie zu einer Expertin für Suizidalität und Persönlichkeitsstörungen gemacht hat. Neben fachlichem Input bot die Tagung reichlich Gelegenheit zum Austausch: Wir trafen Kolleginnen aus verschiedenen Wohngruppen über ganz Deutschland hinweg, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte. Ein besonderer Höhepunkt war auch der Besuch der Räumlichkeiten von ANAD. Die beeindruckende Größe und das Konzept der Einrichtung bot wertvolle Impulse zum Vergleich mit unserem eigenen Modell – Vor- und Nachteile ließen sich so hervorragend diskutieren.
Bei bestem Frühlingswetter nutzten wir morgens und abends die Zeit, um die Stadt zu erkunden und den Teamgeist weiter zu stärken. Die gemeinsame Übernachtung im Mehrbettzimmer eines Hostels ließ uns zurück in die Jugend versetzen und schweißte das Team noch enger zusammen.
Alles in allem war es eine rundum gelungene Veranstaltung, die uns viel Inspiration und neue Impulse für unsere tägliche Arbeit gab. Wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Jahr, wenn die Wohngruppe Amidon in die Lüneburger Heide lädt.
Mitarbeitendenversammlung und neue strategische Weichenstellungen
Am 06. Mai 2026 fand im Veranstaltungsort „Mon Ami“ in Weimar die jährliche Mitarbeitendenversammlung der Stiftung Haar statt. Von 09:00 bis 12:30 Uhr tauschten sich Mitarbeitende über zentrale Themen der aktuellen Arbeit, zukünftige Entwicklungen und gesellschaftliche Verantwortung aus.
Gesundheitsschutz und Prävention: Ein wesentlicher Fokus der Versammlung lag auf dem Arbeitsschutz und der Gesundheitsvorsorge. Vertreterinnen der BG Prevent, Frau Steinmetzer und Frau Schmidt, informierten die Belegschaft umfassend über die aktuellen gesetzlichen Vorgaben zur Belehrung sowie den Ablauf der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen.
Open Source Strategie und Umstellung auf Linux: Die Stiftung Haar kündigte im Januar an, dass ihre Einrichtungen im Jahr 2026 planmäßig auf das Betriebssystem Linux umgestellt werden. In der Mitarbeitendenversammlung wurden nun die Hintergründe dieses Wechsels, die Vorteile für die Datensicherheit und Souveränität sowie der detaillierte Einführungsplan vorgestellt. Dieser Schritt unterstreicht das Engagement der Stiftung für offene, stabile, nachhaltige und unabhängige IT-Lösungen und sie geht ihren eingeschlagenen Weg weiter voran.
Besondere Aufmerksamkeit widmete die Versammlung dem laufenden Zeitzeugen-Buchprojekt. Dieses Vorhaben dient der Bewahrung und Dokumentation der Geschichte der Stiftung und ihrer Arbeit, insbesondere der Zeit als die Villa Haar als Kinderheimstätte fungierte. Ehemalige Bewohnerinnen erzählen in ihren Schilderungen, welche Erinnerungen sie an die Zeit im Kinderheim haben. Eine erste Leseprobe aus den ersten Erzählsalons an die Mitarbeiterschaft verteilt und Einblicke in dieses besondere Projekt gewährt. Die Erinnerung unterstreichen welche gesellschaftliche Verantwortung die Stiftung mit ihrer Arbeit mit trägt und übernimmt.
Zudem wurden aktuelle Aktivitäten zur Förderung der Gemeinschaft vorgestellt, darunter die Teilnahme am „Stadtradeln“ im Mai und die Beteiligung als Stiftung beim RUN Unternehmenslauf in Erfurt am 10. Juni.
Abschließend wurde die Betriebsratswahl erfolgreich durchgeführt. Die Wahl wurde von einer reibungslosen Organisation und einer hohen Beteiligung geprägt, alle vorgeschlagenen Kandidat:innen wurden in den 7-köpfigen Betriebsrat für die nächsten 4 Jahre gewählt.
Die nächste Mitarbeitendenversammlung am 07.10.2026, wird sich verstärkt dem Thema Gesundheit widmen und hoffentlich den geplant Abschluss der Linux-Umstellung für alle Wohngruppen feiern.

Überraschender Besuch beim Team Jugendarbeit Weimar (TJW)
Am Dienstag, den 28.04.2026, hatte das Team Jugendarbeit Weimar Besuch vom Bundestagsvizepräsidenten Bodo Ramelow. Er hatte sich im Vorfeld gemeldet, mit der Absicht, verschiedene Einrichtungen und Projekte zu besuchen und mehr über die Arbeit vor Ort zu erfahren. So kam es am 28.04.2026 zunächst zu einem Treffen am Treff.Punkt, einem Projekt aus dem Bereich Streetwork.
Am Treff.Punkt berichtete das Streetwork-Team über seine Arbeit sowie über das Modellprojekt Treff.Punkt, das sich mittlerweile seit zwei Jahren in Weimar etabliert hat.
Anschließend ging es weiter in den Kinder- und Jugendclub Café Conti, wo der Austausch bei Kaffee, Plätzchen und weiteren Gesprächen fortgesetzt wurde.
Im Café Conti gab es zu Beginn eine Führung durch die Einrichtung, gestaltet von jugendlichen Besucherinnen und Besuchern. Danach folgte eine lockere Gesprächsrunde zwischen den Fachkräften, den Jugendlichen und Bodo Ramelow. Ein wichtiges Ergebnis dieser Runde: „Wir brauchen einen Preisdeckel für Döner“ , zumindest, wenn man die Wünsche der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt.
Der Austausch mit Bodo Ramelow war sehr interessant. Er zeigte großes Interesse an der Arbeit vor Ort, brachte eigene Erfahrungen ein und zeigte sich wertschätzend gegenüber dem Engagement der Jugendarbeit.
Es bleibt spannend, welche politischen Vertreter als Nächstes beim Team Jugendarbeit Weimar begrüßt werden dürfen.
Team Jugendarbeit Weimar

4. Erzählsalon „widmete sich den ehemaligen Mitarbeitenden“
Der vierte und vorläufig letzte Erzählsalon im Rahmen des Zeitzeugenprojekts zum ehemaligen Kinderheim in der Villa Haar fand am 25.04.2026 in der Villa oberhalb des Goetheparks statt. Nachdem in den drei ersten Zusammenkünften Heimkinder aus den Jahren 1945 bis 1995 zu Wort kamen, war dieser abschließende Erzählsalon den Mitarbeitenden des Kinderheimes gewidmet. 14 ehemalige pädagogische, technische und hauswirtschaftliche Mitarbeitende kamen an diesem sonnigen Samstag im April in die Villa Haar. Neben der Freude über das Wiedersehen standen die Erinnerungen an den Alltag, die Arbeitsbedingungen, pädagogische Ziele und persönliche Erfahrungen im Mittelpunkt der Begegnung.

Eine damals halbtags angestellte Musikpädagogin blickte bis in die frühen 1960er-Jahre zurück. Wie bereits die Heimkinder dieser Epoche berichtet hatten, spielte die musisch-kulturelle Bildung damals eine wichtige Rolle im Alltag des Heims. Chor, Tanzgruppe und Instrumentalunterricht gehörten ebenso zu den Freizeitaktivitäten wie Angebote außerhalb der schulischen Pflichten. In den darauffolgenden Jahren verschob sich der Fokus in der Freizeitgestaltung auf sportliche Betätigungen, Unternehmungen an den Wochenenden und in den Ferien, jugendgemäßen Tanzveranstaltungen. Zugleich blieb der Name „Kinderheim Rosa-Thälmann“ Ausdruck eines pädagogischen Selbstverständnisses, das eng mit den sozialistischen Erziehungsidealen der DDR verbunden war. Gleichzeitig zog ab Mitte der 70er Jahre eine neue Generation von ausgebildeten Heimerziehern, Lehrern und Quereinsteigern in die Villa ein.

Neue pädagogische Herangehensweisen, naturkundliche Bildung, kleinere Gruppen und kleinere Räume verbesserten das Hausklima spürbar. Der Anspruch, Kinder und Jugendliche stärker individuell zu begleiten, gewann zunehmend an Bedeutung. Eine grundlegende Neuausrichtung brachte schließlich die Zeit nach 1989. Mit der politischen Wende und den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen veränderte sich auch die Arbeit im Haus. Aus dem „Kinderheim Rosa Thälmann“ wurde die „Kinderheimstätte Villa Haar“. Die Neugründung der Stiftung Dr. Georg Haar im Jahr 1991 war mit Umbrüchen, Unsicherheiten und organisatorischen Herausforderungen verbunden.

Ebenso wie die Erinnerungen und Geschichten der ehemaligen Kinder und Jugendlichen werden auch die persönlichen Erfahrungen der Mitarbeitenden ihren angemessenen Platz im Buch „Die Geschichte des Kinderheims in der Villa Haar“ finden. Spätestens zur Buchpremiere — im Rahmen des 80jährigen Gründungsjubiläums — ehemalige Mitarbeitende und frühere Heimkinder erneut miteinander ins Gespräch kommen.
Schon heute lässt sich sagen: Darauf freuen sich die Menschen, die in den Erzählsalons zu Wort gekommenen sind.
Mehr zum Buchprojekt unter:
www.zeitzeugen.stiftunghaar.de







