Das war Tag 1 des 6. Thüringer Fachkräftekongresses Hilfen zur Erziehung in Jena.
𝐃𝐫𝐞𝐢 𝐃𝐢𝐧𝐠𝐞 𝐛𝐥𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧:
1. Jugendhilfe wirkt – nachweisbar. Prof. Dr. Michael Macsenaere rechnet vor: Einem eingesetzten Euro steht ein Nutzen von rund drei Euro gegenüber. Erzieherische Hilfen sind keine Kostenposition, sondern eine Investition. Dass das außerhalb der Branche kaum jemand weiß, ist ein Kommunikationsproblem. Sein Satz dazu: „𝑻𝒖𝒆 𝑮𝒖𝒕𝒆𝒔 𝒖𝒏𝒅 𝒓𝒆𝒅𝒆 𝒅𝒂𝒓ü𝒃𝒆𝒓!“
2. Beteiligung ist eine Machtfrage. Dr. Anna Grebe: Teilhabe ist ein Kräfteverhältnis, das immer wieder neu ausgehandelt werden muss. Ihre drei Gründe für Jugendbeteiligung – weil „sie sind Menschen“ offenbar noch nicht reicht:
» Demokratietheorie: Beteiligung legitimiert Entscheidungen.
» Bildungstheorie: Demokratie wird gelernt und erfahren.
» Dienstleistungstheorie: Wer beteiligt wird, erfährt Selbstwirksamkeit.
𝐈𝐡𝐫 𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Wirksame Beteiligung heißt Macht abgeben. Als Gesellschaft, als Träger, als Einrichtung, als Erwachsene, als Fachkräfte.
3. Es geht nur miteinander. Das Podium unter Moderation von Maria Brückner – Wissenschaft, Ministerium, Jugendamt, Träger und der Landesheimrat – kreiste um Standards, um Verwaltung, um KI als Chance. Vor allem aber darum, Prozesse für junge Menschen verständlich und transparent zu übersetzen. Kevin Wolf-Küchler wünscht sich dabei: „Die Sozialbranche soll mutig miteinander kommunizieren.“
Morgen geht es mit Tag 2 weiter — Workshops zu den spezifischen Themen.
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